Sprache zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Wie schön wäre es doch, wenn wir alle eine Sprache sprechen würden. Dieser Wunsch reicht zurück bis in die Antike. Doch Wunsch und Realität klaffen auch hier weit auseinander.

Propagiert – Unternehmenssprache Englisch
Vor allem große Unternehmen wünschen sich, nur in einer Sprache kommunizieren zu müssen und beschließen ganz einfach: „Unsere Unternehmenssprache ist Englisch“. Dass das leichter gesagt als getan ist, haben inzwischen viele erkannt. Es kann eben nicht „jeder“ Englisch und sogenanntes „verhandlungssicheres Englisch“ eignet man sich nicht mit ein paar Sprachkursen an.

Gehört – Sprachkurse ersetzen Dolmetscher nicht
Letzte Woche habe ich bei einer Sitzung eines europäischen Gremiums gedolmetscht. Ein Vertreter des Arbeitgeberverbandes brachte es in seinem Vortrag auf den Punkt: Fortbildung in Form von Sprachkursen ermögliche den Delegierten vielleicht ein bisschen mehr Smalltalk, besser investiert sei das Geld in Fortbildungen zu inhaltlichen Themen. Und mit einem Blick zu den Dolmetscherkabinen meinte er ganz pragmatisch, ein Sprachkurs werde niemals die Dolmetscherinnen ersetzen.

Die Freude über diese Aussage war den Dolmetscherinnen anzusehen!

Dieser Beitrag wurde unter Sprache abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.