Trabantenstädte

Ernst May-Ausstellung

Die Sprachkenntnisse allein sind für ein professionelles Übersetzen in der Regel nicht ausreichend. Daher müssen sich Fachübersetzer auch über das Tagesgeschäft hinaus für die Themenwelt ihres Spezialgebiets interessieren. Als Übersetzerin im Themenbereich Architektur besuche ich daher gerne auch entsprechende Ausstellungen.

Ernst May
Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt a. M. bietet hier viele interessante Gelegenheiten. Von besonderer Anziehungskraft ist die derzeit laufende Ausstellung „Ernst May 1886-1970. Neue Städte auf drei Kontinenten“ anlässlich des 125 Geburtstages des Planers des „Neuen Frankfurts“. Die Ausstellung zeigt die unterschiedlichen Schaffensphasen Mays als Planer von Soldatenfriedhöfen, Gartenstadtsiedlungen in Schlesien, Wohnsiedlungen in Frankfurt, ganzen Städten in der UdSSR, Einzelprojekten in Afrika und bei der Neuen Heimat.

Lösungen für die Wohnungsfrage
Immer präsentiert sich May als Macher. In seinen Projekten widmete er sich besonders dem drängenden Problem der Wohnungsnot, für dessen Lösung er die Idee der Trabantenstadt entwickelte. In vielen Bildern, Plänen und Modellen zeigt die Ausstellung sehr anschaulich, wie May seine Vorstellungen umsetzte und weiter ausbaute. Es sind visuelle Darstellungen, die andere später in beschreibende und kommentierende Texte fassen, die dann die Grundlage für die Arbeit der Übersetzer bilden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6.11.2011 im
Deutschen Architekturmuseum Frankfurt zu sehen.
Bild mit freundlicher Genehmigung des DAM: Bebauungsplan Riederwald, Rotenbusch und Bornheimer Hang, 1926/27, © DAM
Dieser Beitrag wurde unter Architektur, Sprache abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.