Klirrende Kälte

Klirrende Kälte

Eine Kältewelle bringt derzeit eisige Luft aus dem Osten in unsere Gefilde. Es herrscht „klirrende Kälte“ – ein wunderbarer Ausdruck, in dem die Sprache alle Register zieht, um einen Gefühlseindruck in Worte zu fassen.

Lautmalerei
Da ist zunächst das lautmalerische „klirren“, das das Geräusch von brechendem Eis nachahmt. Hinzu kommt die „K“-Alliteration, die aus den beiden Worten eine einprägsame Verbindung herstellt. Und schließlich noch der „K“-Laut an sich, der als stimmloser Konsonant eher eine gewisse Kühle ausstrahlt im Gegensatz zu seinem Minimalpaar-Partner, dem wärmeren „G“.

Crisp and cold
Auch das Englische setzt auf ähnliche Assoziationen und beschreibt einen kalten Wintermorgen als „crisp, cold morning“.

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