Urban Knitting

Eine noch ganz junge Kunstform im öffentlichen Straßenraum ist das Urban Knitting. Bäume, Stadtmöbel und bisweilen auch Statuen werden umstrickt oder erhalten gestrickte Accessoires – schrill, bunt und manchmal auch mit einer politischen Botschaft.

Überraschungen beim Stadtrundgang
Noch leiten die Stadtführer nicht zu diesen Werken unbekannter Künstlerinnen, denn in der Regel sind es junge Frauen, die sich dieser Kunst verschrieben haben. Vielmehr steht man beim Stadtrundgang, wie hier im Amsterdamer Plan Zuid, plötzlich vor einer solchen Arbeit. Meist entstehen diese nach der Guerilla-Methode, also in Form einer spontanen Aneignung des öffentlichen Raumes mit unkonventionellen Mitteln. Als Guerilla-Stricken sieht sich die Kunstform in der Tradition des Protestes und ein wenig als ziviler Ungehorsam, wobei es nie um Zerstörung, sondern um Aufmerksamkeit für wichtige Themen geht.

Spontane Kunst im öffentlichen Raum
Als eigene Ausprägung der Straßenkunst, bei der die Künstlerinnen und Künstler mit verschiedensten Medien – von der Spraydose bis zum Aufkleber – arbeiten, reiht sich das Urban Knitting in eine Kunstform ein, die sich klar zur Stadt als Lebensraum bekennt und diesen bunt und lebensfroh gestalten möchte.
Seinen Ursprung hat das Urban Knitting in Amerika, und vielleicht gibt es ja auch bald einmal eine Werkschau, die es dann zu übersetzen gilt.

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Eine Antwort auf Urban Knitting

  1. Pawel sagt:

    Im November letzten Jahres habe ich den ersten Baum mit Pulli in Frankfurt gesichtet. Da sich diese Kunstform in unmittelbarer Nähe der Börse befindet, ist ein politisches Statement nicht ausgeschlossen.