Überlebt Gutenberg das Internetzeitalter?

Buchmesse bedeutet schon lange nicht mehr nur die Beschäftigung mit dem gedruckten Buch, sondern ist die Auseinandersetzung mit einer immer vielfältigeren Medienbranche.
Die Frage, ob Gutenberg das Internetzeitalter überlebt, ist dann auch nur konsequent und war Gegenstand eines interessanten Vortrags auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse.

Gutenbergs Medienrevolution
Es war eine Medienrevolution, die Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert mit dem Buchdruck entfachte. Und in den darauf folgenden Jahrhunderten wurde diese Technologie immer weiter perfektioniert. Erst der Computer und das Internet ließen am Ende des letzten Jahrtausends etwas ähnlich Revolutionäres entstehen und leiteten das moderne Informationszeitalter ein.

Vielfältige Veränderungen
Mit der Digitalisierung der Inhalte verändern sich die Vertriebsstrukturen von Büchern. Die Autoren brauchen nicht mehr unbedingt einen Verlag, sondern sie können nun über das Internet im Self Publishing ihre Bücher vertreiben.

Gleichzeitig entwickelt sich durch die neuen Medien auch ein ganz neues Leseverhalten. Weltweit können sich nun Leser, die sich für ein bestimmtes Buch oder eine bestimmte Thematik begeistern, problemlos austauschen und unter dem Stichwort Social Reading Lesezirkeln im Netz beitreten.

Und schließlich finden durch die internetfähigen Tablet-Computer neben Texten auch Bilder, Filme und akustische Elemente Eintritt in das traditionelle Buch.

Das Buch lebt
So war die Antwort auf die eingangs gestellte Frage am Ende des Vortrags dann auch klar und wurde mit einem Zitat von Thomas Steinfeld aus der Süddeutschen Zeitung untermauert: „Das elektronische Werk wird das gedruckte sogar fördern.“

Mir hat sich ergänzend die Frage gestellt, hat das Konsequenzen für uns Buchübersetzer, und wenn ja, welche?

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