Die schönsten Schweizer Bücher 2012

Entschleunigung – dafür stehen die schönsten Schweizer Bücher. Anders als die Massenware für eine schnelllebige Zeit, sind sie mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail entstanden.

Jedes Jahr prämiert das Schweizer Bundesamt für Kultur besondere Bücher. In diesem Jahr lagen der fünfköpfigen Jury 454 Vorschläge vor. Die Kriterien für die Auszeichnung als schönstes Schweizer Buch sind neben Konzeption, grafischer Gestaltung und Typografie auch Innovation und Originalität.

Ausgezeichnete Schriften
Entsprechend wird auch ein Typografie-Preis, der Jan-Tschichold-Preis, verliehen. In diesem Jahr erhielt der Schweizer Typograf François Rappo diese Auszeichnung. In den von ihm entwickelten Schriften vereinigt er Tradition und Moderne, handwerkliches Können und Qualität. Die Laudatio für ihn schrieb der Londoner Grafiker Paul Barnes, der sich unter anderem mit der neuen Schrift für die britische Tageszeitung The Guardian einen Namen machte.

Als Übersetzerin der Laudatio für den dreisprachig herausgegebenen Ausstellungskatalog konnte ich in die Welt der Typografie eintauchen. Mag es die landläufige Meinung geben, Schrift ist gleich Schrift, so wird einem in der intensiven Auseinandersetzung damit erst deutlich, was die Schrift mit einem Text macht und wie viel Ausstrahlung eine Schrift besitzen kann.

Die schönsten Schweizer Bücher 2012 gehen auf Reisen und werden auch im Ausland gezeigt.

Bild: The Most Beautiful Swiss Books 2012, published by The Swiss Federal Office of Culture, ISBN 978-3-9523843-6-7
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