Von Jägern und Sammlern

NetzwerkeNetzwerker lassen sich grob in zwei Kategorien aufteilen: diejenigen, die hauptsächlich Informationen sammeln, und diejenigen, die Aufträgen hinterherjagen.

Dies ist eine Erkenntnis aus zwei Workshops, die ich in den vergangenen drei Monaten zum Thema „Herausforderung Netzwerken“ geleitet habe. Sie waren bewusst als Workshops konzipiert, weil im Gegensatz zu einem Seminar keine fertigen Lösungen angeboten wurden, sondern der Erfahrungsaustausch und individuelle Ansätze im Vordergrund standen.

Von Kontakten, Freunden und Followern
Beleuchtet wurde insbesondere der Nutzen von XING für freiberufliche Übersetzer und Dolmetscher, aber auch die Frage, für wen es sich möglicherweise lohnen könnte, auf Twitter oder in Facebook präsent zu sein. Dabei bildeten sich zwei unterschiedliche Nutzerinteressen heraus.

Das Netz als Informationsquelle
Da sind zum einen diejenigen, für die diese Netzwerke reine Informationsquellen sind. Für sie bietet es sich an, möglichst viele Kontakte (Freunde, Follower) zu haben, denn auf diese Weise kommen sie an sehr viele, sehr unterschiedliche Informationen. Die Gefahr dabei, man verzettelt sich leicht in der Informationsfülle und verbringt viel – im Nachhinein schon auch mal als nutzlos empfundene – Zeit in den Medien. Aber wer in der Lage ist, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, und auch damit leben kann, angebotene Informationen einfach mal nicht abzurufen, profitiert in hohem Maße von der Vielfalt der Informationen.

Das Netz als Marktplatz
Wer dagegen in diesen Medien einen Marktplatz sieht, um die eigenen Leistungen anzubieten, muss sich gezielt seine Kontakte (Freunde, Follower) in den Bereichen suchen, in denen diese Leistungen benötigt werden. Darüber hinaus muss er sich diesen Kontakten über fachkundige Beiträge, das Anbieten von Mehrwert, als Experte empfehlen. Dafür lohnt es sich, eine Strategie zu entwickeln, um regelmäßig präsent zu sein und die eigene Kompetenz darzustellen.

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