Literarische Spuren

Shakespeare2Wenn etwas faul ist im Staate Dänemark, des Pudels Kern gesucht wird oder jemand vom Land, in dem Milch und Honig fließen, träumt, dann gilt es als Übersetzer wachsam zu sein. Viele Sprachbilder und Metaphern stammen aus der Literatur und haben damit eine eingeführte Übersetzung. Diese sollte dann auch möglichst verwendet werden, damit der zielsprachliche Leser die Anspielung in dem Text auch entsprechend zuordnen kann.

Shakespeare in der deutschen Alltagssprache
Neben Bibelworten und Goethezitaten haben vor allem auch Redewendungen aus den Werken von William Shakespeare Eingang in die deutsche Sprache gefunden. Der große englische Dichter und Dramatiker, dessen – nicht ganz genau bekannter – Geburtstag sich in dieser Woche zum 450. Mal jährt, hat in seinem Werk einen ganzen Fundus von Sprüchen und Weisheiten hinterlassen. Mal sind sie hochphilosophisch wie „Sein oder nicht Sein“, mal eher witzig wie „Der Löwe ist los“, ein Satz, der sogar zu einem Kinderbuch inspiriert hat.

Sehr häufig sind es zeitlose Worte, die vor fast einem halben Jahrtausend genauso zutreffend waren, wie sie es heute sind. So ist zum Beispiel der Ausspruch von Hamlet: „Weil Kürze denn des Witzes Seele ist, … fass ich mich kurz“ der Ursprung des Sprichwortes „In der Kürze liegt die Würze“.

Bild: erste Seite aus dem Buch „The Dramatic Works of William Shakespeare“, London: Gall and Inglis, undatiert (um 1905)
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