Morgengymnastik für die Stimme

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Die Stimme ist eines der wichtigsten „Güter“ von Dolmetschern.
Sie will und muss gehegt und gepflegt werden.
Mit Seufzen, Schnalzen, Kauen und Brummen kann man damit schon am frühen Morgen beginnen.

 

 

 

Haltungsaufbau und Atmung

  • mit dem Strecken, Dehnen und Lockern des Körpers beginnen,
  • dann Füße im Boden verwurzelt,
  • Oberkörper vornüber fallen lassen und Wirbel für Wirbel von unten nach oben wieder aufrichten,
  • anschließend ausgiebig seufzen (unterstützt mit einer Armbewegung von oben nach unten).

Lockerung der Artikulationswerkzeuge

  • Gesichtsmassage (Schläfen, Nacken, Stirn, Nasenbein, Augenbrauen, Wangen Lippen)
  • Grimassen schneiden (z.B. Mund und Augen weit aufreißen)
  • Gähnen (mit Stimme und offenem oder geschlossenen Mund)
  • Zungentraining (Zunge im geschlossenen Mund kreisen, schnalzen, lalala, tdtdtd oder kgkgkg von sich geben)
  • Daumensprechen (Daumen im Mund, verbessert die Artikulation)

Stimme zum Klingen bringen

  • Lungenbläschen auf „m“ locker klopfen und Vibration spüren
  • Tonübungen auf „ma“ oder „mo“ – Klangbogen nach unten und oben führen
  • Kauübungen: offen, ausgedehnt, mit Wohlgefühl, Übergang zu mnjam, mnjem
  • Im Alltag beständig brummen!

Zugegebenermaßen ist man bei diesen Übungen und den Geräuschen, die man von sich gibt, lieber alleine und unbeobachtet. In der Öffentlichkeit könnte das doch zu große Verwunderung hervorrufen.  Aber im Auto zum Dolmetscheinsatz kann man durchaus fröhlich Grimassen schneiden, Ton- und Kauübungen machen und vor sich hinbrummen, um dann bestens „eingestimmt“ zu dolmetschen.

Diese Tipps stammen übrigens aus dem Seminar „Stimm- und Sprechtraining“ von www.parla.de, das ich vor mehreren Jahren besucht habe.

Bild (Notizzettel): © Style-Photography – Fotolia.com
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