Von Hochbeeten und Übersetzungen

Comfort-im-BlockhausEs ist fast schon ein kleines Jubiläum. Vor 30 Jahren erschien mein erstes übersetztes Buch. Beinahe wäre dieser Jahrestag im Übersetzungsalltag untergegangen, gäbe es nicht derzeit den Trend zum Bauen eines Hochbeets im heimischen Garten.

Anleitung für Aussteiger
Aber der Reihe nach. Mit dem Ziel, als Fachübersetzerin im Bereich Architektur auf dem Publikationsmarkt Fuß zu fassen, ging ich nach dem Abschluss meines Studiums auf die Frankfurter Buchmesse. Dort traf ich auf einen kleinen Verlag, der gerade auf der Suche nach einer Übersetzerin für ein außergewöhnliches Buch war: ein Anleitungsbuch für Aussteiger aus dem Stadtleben.

Comfort im Blockhaus
In dem Buch geht es darum, sich sein Haus selbst zu bauen, die eigenen Lebensmittel biodynamisch anzubauen und sein Leben nachhaltig zu gestalten – allerdings ohne auf den Komfort eines gemütlichen Heims verzichten zu müssen. So entstand auch der Titel des Buches Comfort im Blockhaus. Die englische Schreibweise von Komfort soll dabei durchaus ein Hinweis darauf sein, dass manche Anregungen des Buches sehr stark vom amerikanischen Ursprung des Buches geprägt sind. Aus dem Stadtleben aussteigen, das mag nicht mehr im Trend liegen. Eher das Gegenteil ist zu beobachten. Doch die Anleitungen für die Anlage von Beeten, Hochbeeten oder gar kleinen Gewächshäusern nach persönlichem Zuschnitt haben weder an Aktualität verloren noch sind sie an einen bestimmten Ort gebunden.

Entwurf für den neuen Hochbeetgarten von Martina Wieser

So war der aktuelle Trend zur Anlage von Hochbeeten ein schöner Anlass, mal wieder in den Bücherschrank zu einem alten Übersetzungswerk zu greifen.

Bild: Cover des Buches: Christian Bryère und Robert Inwood, Comfort im Blockhaus. Einbauten. Anbauten. Die Erfahrungen der Neuen Siedler, Edition Fricke im Rudolf Müller Verlag, Köln 1986
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