Wohin blicken die Denkmale in Chamonix?

Denkmale in Chamonix

Die Denkmale einer Stadt halten fest, was nicht vergessen werden soll. Sie wenden sich deshalb den Menschen zu und sprechen sie an.
Nicht so in Chamonix: Hier spricht der Mont Blanc zu den Menschen. Die Denkmale selbst kehren dem Betrachter den Rücken zu. Diese außergewöhnliche Anordnung ist nur in einer Stadt möglich, die den Berg zum Bestandteil ihres Selbstverständisses gemacht hat. Auch heute steht der Mont Blanc im Zentrum und bestimmt optisch und wirtschaftlich das gesamte Geschehen der Stadt. Wen mag es verwundern? Und auch wer aus Aschaffenburg, das am Rande des im Vergleich zu den Alpen lieblichen Spessarts liegt, hier Urlaub macht, ist jeden morgen von Neuem von dieser Naturgewalt des Mont Blanc Massivs beeindruckt, das alle Blicke – eben auch die der Denkmale in der Stadt – auf sich zieht.

[Von links nach rechts: Dr. Michel Paccard, Arzt und mit J. Balmat Erstbesteiger des Mont Blanc; Horace Bénédict de Saussure, Schweizer Natur- und Alpenforscher; Jacques Balmat, Bergführer aus Chamonix und Erstbesteiger des Mont Blanc (1786).]
Dieser Beitrag wurde unter Architektur abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Wohin blicken die Denkmale in Chamonix?

  1. Joachim Hartig sagt:

    Wohin die Denkmale blicken – gute Frage. Ich werde in Zukunft darauf besser achten.