Unternehmerische Basiskompetenz

n.kessler_1Einem stetig wachsenden Übersetzungsmarkt steht gleichzeitig eine Vielzahl von Übersetzern gegenüber. Da könnte man leicht dazu neigen, diejenigen, die jetzt eine Ausbildung in diesem Fachbereich anstreben, als unerwünschte Konkurrenten ansehen. Richtig ist jedoch das Gegenteil – eine gut ausgebildete kommende Generation von Übersetzern und Dolmetschern wird dringend gebraucht. Dabei sind es nicht nur die sprachlichen und translatorischen Kompetenzen, die über einen Erfolg am Markt entscheiden, sondern auch die Fähigkeiten, sich am Markt durchzusetzen und zu behaupten.

Aus der Praxis
Viele Hochschulen beauftragen Übersetzer und Dolmetscher aus der Praxis, um den Studierenden einen ersten Einblick in die – für sie häufig sehr fremde – Welt des Unternehmerdaseins zu geben. Ich habe vergangene Woche an der Fachhochschule Würzburg im Bachelor-Studiengang Fachübersetzen das Modul „Unternehmerische Basiskompetenz“ unterrichtet. Meine Aufgabe war es, den Studierenden die unternehmerischen Aspekte einer freiberuflichen Tätigkeit als Übersetzer und Dolmetscher näher zu bringen.

In die Lehre
Für ein paar Tage die Arbeit am Schreibtisch mit einer Lehrtätigkeit einzutauschen, ist eine spannende Erfahrung und anstrengend zugleich. Es galt, ein breites Themenspektrum abzudecken, das einen weiten Bogen von Akquise über Businessplan, Kostenkalkulation und Marketing bis hin zu Zeitmanagement spannt. Für diejenigen, die den ernsthaften Wunsch hegen, als freiberufliche Übersetzer am Markt Fuß zu fassen, schafft ein solcher Kurs das Bewusstsein für die wichtigen Fragen eines Einstiegs in die Selbstständigkeit und für die Bedeutung eines strukturierten Gründungsmanagements.

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