Auf dem Podium

Brandenburger-Tor4Es war ein spannender Gesprächsabend im Haus der Kulturen in Berlin zur „Rolle von Deutsch als Arbeits- und Verhandlungssprache in den Institutionen der EU – Chancen, Ziele, Perspektiven“. Veranstalter dieser Runde war das Goethe-Institut, zu dem ich durch die Initiative DEUTSCH 3.0 – Partner des Translation Slam beim FIT-Weltkongress 2014 in Berlin – Kontakt bekommen hatte.

Die Teilnehmer
Auf dem Podium saßen Laura Tarragona-Sáez, Referatsleiterin für Kommunikation und Attraktivität des Europäischen Amts für Personalauswahl und in Mexiko geborene Spanierin, Andris Piebalgs, Politiker, Diplomat und ehemaliger Energiekommissar und ehemaliger Kommissar für Entwicklung der EU aus Lettland, sowie ich als Vertreterin der Berufsgruppe der Übersetzer und Dolmetscher. Die Moderation hatte Rosa Omeñaca-Prado übernommen. Im Publikum saßen hauptsächlich Teilnehmer der anspruchsvollen Deutschkurse des Goethe-Instituts im Rahmen des Europanetzwerks Deutsch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der EU oder ausländischen Ministerien.

Die deutsche Sprache
Obwohl Deutsch neben Englisch und Französisch eine der Arbeitssprachen der EU-Kommission ist, wird bei Gesprächen und Verhandlungen in der EU immer seltener Deutsch gesprochen. Die Gründe sind vielfältig, aber einig waren sich alle, dass Deutsche und Deutschsprachige weitaus mehr darauf drängen sollten, die deutsche Sprache auch tatsächlich zu benutzen. Mir als eine der wenigen Anwesenden, die nicht in der EU beschäftigt ist, blieb es zu betonen, dass eine Akzeptanz in der Bevölkerung für die Themen der EU nur dann geschaffen werden kann, wenn Dokumente, Websites und Beiträge in die jeweilige Landessprache übersetzt oder gedolmetscht werden. Eine Forderung, die auch der Generalsekretär des Goethe-Institutes, Johannes Ebert, sowie Peter Ptassek, Beauftragter für Grundsatzfragen der EU, Gemeinschaftspolitiken und strategische Koordinierung im Auswärtigen Amt, in ihren einführenden Worten erhoben.

Ein interessantes Gespräch, das die Moderatorin sehr lebendig gestaltete; und gerade mir als weniger versiertem Podiumsgast gab sie das Gefühl, mit meinen Anliegen gut aufgehoben zu sein.

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